Mag. Ursula Marek

Unternehmensberaterin und zertifizierte Business Coach

Wir sind MIT Menschen

Ich freue mich sehr, dass es 2015 gelungen ist die Coaching Consulting Group zu gründen. Gemeinsam mit meinen Kollegen bieten wir im Rahmen der CCG maßgeschneiderte Lösungen für Ihr Unternehmen in den Bereichen Managementberatung und Personalentwicklung.

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Kontaktieren Sie mich zu einem unverbindlichen Erstgespräch. Ich freue mich Sie kennenzulernen.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihre Ursula Marek

Mag. Ursula Marek

Ursula Marek, Live Your Success, Coaching in Brunn am Gebirge / Bezirk Mödling

Unternehmensberatung | Business Coaching

Wiener Straße 21 – 2345 Brunn am Gebirge

ursula.marek@ccg.co.at

+43 660 712 82 50

Publikationen und Literaturempfehlungen

Komm, ich erzähl Dir eine Geschichte …. vom angeketteten Elefant, Jorge Bucay

Als ich ein kleiner Junge war, war ich vollkommen vom Zirkus fasziniert und am meisten gefiel mir der Elefant. Während der Zirkusvorstellung stellte das riesige Tier sein ungeheures Gewicht, seine eindrucksvolle Größe und seine Kraft zur Schau. Nach der Vorstellung aber und auch in der Zeit bis kurz vor dem Auftritt blieb der Elefant immer am Fuß an einen kleinen Pflock angekettet.

Der Pflock war nichts weiter als ein winziges Stück Holz, das kaum ein paar Zentimeter tief in der Erde steckte. Und obwohl die Kette mächtig war, stand für mich außer Zweifel, dass ein Tier, das die Kraft hatte, einen Baum mitsamt der Wurzel auszureißen, sich mit Leichtigkeit von einem solchen Pflock befreien und fliehen könnte.

Dieses Rätsel beschäftigt mich bis heute.

Was hält ihn zurück?

Als Sechs- oder Siebenjähriger vertraute ich noch auf die Weisheit der Erwachsenen. Ich erinnere mich nicht, je eine schlüssige Antwort auf meine Frage bekommen zu haben. Mit der Zeit vergaß ich das Rätsel um den angeketteten Elefanten.

Vor einigen Jahren fand ich heraus, dass zu meinem Glück doch schon jemand weise genug gewesen war, die Antwort auf die Frage zu finden:

Der Zirkuselefant flieht nicht, weil er schon seit frühester Kindheit an einen solchen Pflock gekettet ist.

 Ich schloss die Augen und stellte mir den wehrlosen neugeborenen Elefanten am Pflock vor. Ich war mir sicher, dass er in diesem Moment schubst, zieht und schwitzt und sich zu befreien versucht. Und trotz aller Anstrengung gelingt es ihm nicht, weil der Pflock zu fest in der Erde steckt. Ich stelle mir vor, dass er erschöpft einschläft und es am nächsten Tag gleich wieder probiert und am nächsten Tag wieder, und am nächsten … Bis eines Tages, eines für seine Zukunft verhängnisvollen Tages, das Tier seine Ohnmacht akzeptiert und sich in sein Schicksal fügt.

Dieser riesige, mächtige Elefant, den wir aus dem Zirkus kennen, flieht nicht, weil der Ärmste glaubt, dass er es nicht kann. Allzu tief hat sich die Erinnerung daran, wie ohnmächtig er sich kurz nach seiner Geburt gefühlt hat, in sein Gedächtnis gebrannt.

Und das schlimmste daran ist, dass er diese Erinnerung nie wieder ernsthaft hinterfragt hat. Nie wieder hat er versucht, seine Kraft auf die Probe zu stellen.

Warum Stress für unsere Entwicklung und unser Lernen von entscheidender Bedeutung ist und was das aus neurobiologischer Sicht bedeutet…

Gerald Hüther, Professor für Neurobiologie an der Universität Göttingen beschreibt in seinem Buch Biologie der Angst, 2013 wie entscheidend neue Herausforderungen und die damit verbundenen Stressreaktionen für unsere Entwicklung sind. Beide Arten der Stressreaktionen, die kontrollierbaren Herausforderungen, aber auch die unkontrollierbaren Belastungen tragen zur Strukturierung unseres Gehirns bei. Die kontrollierbaren Herausforderungen verbessern die Spezialisierung und die Effizienz bereits bestehender Verschaltungen im Gehirn. Somit verstärken und entwickeln sich bereits gelernte Merkmale.

Schwere, unkontrollierbare Belastungen sind extrem wertvoll für unsere Weiterentwicklung und das Erlernen von neuen Kompetenzen und Merkmalen. Durch die Destabilisierung einmal entwickelter, aber nun unbrauchbar gewordener Verschaltungen ermöglichen sie Neuorientierung und Reorganisation. So werden Veränderungen und das Erlernen von neuen Merkmalen und Verhalten möglich.

Liest man Gerald Hüther’s neurobiologische Beschreibungen, erinnert das so gar nicht an das übliche weitgehend negative Bild das wir von „Stress“ malen. Vielmehr klingt es nach einer Aufforderung, nach der besten, natürlichen Möglichkeit uns weiterzuentwickeln und zu lernen.

Eines ist jedoch unumstritten. Es bedarf eines wirkungsvollen Umgangs mit Stress um die oben genannten positiven Folgen zu ermöglichen. Stress kann uns sehr wohl krank machen, wie auch Gerald Hüther (2013) beschreibt: „… Wenn wir uns weigern die Angst zuzulassen und unsere Ohnmacht einzugestehen ebenso, wie wenn wir unfähig sind, nach neuen Wegen zu suchen um sie überwindbar zu machen. …“

Wie wir durch im Coaching erlernte Mentaltechniken unsere Stimmung beeinflussen können und welche Auswirkungen das auf unsere Leistung hat …

Besonders Spitzensportler wissen wie wichtig es ist, ein gutes Gefühl zu haben und sich gut zu fühlen bevor die entscheidende Leistung erbracht wird. Unsere Gefühle haben großen Einfluss auf unsere Leistungsfähigkeit. Wenn wir uns nicht wohl fühlen, uns ärgern oder „kein gutes Gefühl haben“ sind wir schwer in der Lage herausragende Leistungen zu erbringen.

Viktor Frankl (1905 – 1997), österreichischer Neurologe und Psychiater, hat beschrieben, dass es an uns selbst liegt Einfluss zu nehmen, dass wir selbst in der Lage sind, unseren inneren Zustand positiv zu beeinflussen. „Die letzte der menschlichen Freiheiten besteht in der Wahl der Einstellung zu den Dingen.“

Und genau da setzen Spitzensportler an und wenden gezielt Techniken und Methoden an, um ihren inneren Zustand positiv zu beeinflussen und um ihre Kompetenzen und Fähigkeiten optimal umzusetzen.

Ein Beispiel dieser Techniken ist das sogenannte Priming. Maja Storch (2003) beschreibt Priming als bestimmte Formen des unbewussten Lernens, durch das Automatismen erlernt werden können. In Experimenten durch den Sozialpsychologen Bargh konnte gezeigt werden, wie durch Priming Emotionen, Einstellungen, Ziele und Absichten unbewusst aktiviert werden können. Dadurch entsteht Einfluss darauf, wie wir in bestimmten Situationen denken und handeln.

Priming stellt nur eine der bekannten Mentaltechniken dar. Und die guten Nachrichten sind, derartige Mentaltechniken lassen sich im Rahmen von Coaching erlernen und können bei Bedarf gezielt angewandt werden….

Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu …

Der Ausspruch von Ödön von Horvaths beschreibt auf humorvolle Art eine zentrale und besorgniserregende Dynamik der heutigen Gesellschaft. Wir orientieren uns immer mehr an der Außenwelt, wir erleben eine immense Schnelllebigkeit und das Streben nach Superlativen gilt oft als alleiniges Erfolgsrezept. All diese Dynamiken erschweren es den Blick nach innen zu richten. Es bleibt kaum Zeit und Ruhe um die Frage nach der eigenen Identität zu stellen.

Dr.med. Miriam Prieß beschreibt in ihrem Buch Burnout kommt nicht nur von Stress, 2014 dass immer mehr Menschen sich erschöpfen weil sie den inneren Dialog mit sich verloren haben „… und an dem Mythos eines grenzenlosen Menschen festhalten, der sein Leben aus einer Vorstellung anstatt aus sich selbst heraus lebt.“

Und doch besitzen wir sie alle: die Fähigkeit das Wesentliche zu erkennen und danach zu handeln. In jedem von uns liegt das untrügliche Gefühl für das Unechte, das immer dann entsteht wenn Identität fehlt. Und trotzdem fällt es oft so schwer Zeit und Ruhe zu finden um sich mit der eigenen Identität, den eigenen Zielen, Träumen und Prioritäten zu beschäftigen.

Die vermeintlich wichtigeren Dinge lassen keine Zeit und Muße dafür. Immer öfter nimmt die Frage nach der eigenen Identität keinen zentralen Stellenwert in unserem Leben mehr ein. Die Folgen sind schwerwiegend und reichen vom anfänglichen Gefühl etwas zu vermissen und niemals anzukommen, einer früher oder später einsetzenden Leere bis hin zu völliger Erschöpfung und Burnout.

In diesem Sinne ist Burnout eine Aufforderung wie Miriam Prieß (2014) schreibt: „… es ist ein gesunder, ein notwendiger Regulierungsmechanismus eines Menschen, der die Beziehung zu sich und seiner Umwelt verloren hat und in seinem Leben fehlt.“